Kollaborationslösungen im Gesundheitswesen

Dieser Blogbeitrag zeigt, wie Kollaborationslösungen das Arbeiten im Gesundheitswesen stark vereinfachen. Als Basis dieses Blogbeitrages dienen die beiden Projektreferenzen des Schweizer Paraplegiker-Zentrums sowie das Spital Solothurn. Da ich als führende Entwicklerin sehr stark bei der Realisierung der beiden Portale involviert war, kenne ich einerseits die Anforderungen sowie allfällige Hürden und andererseits auch die schlussendliche technische Realisierung. Beide Portale sind auf Grundlage von SharePoint aufgebaut. Im Zentrum der beiden Lösungen stand die Einführung eines zentralen Arbeitsmittels, welches abteilungs- und standortübergreifend genutzt wird.

Wenn ich an Portale innerhalb des Gesundheitswesens dachte, beispielsweise in Spitälern, Kliniken oder Rehabilitationszentren, so kam ich meist NICHT auf eines der folgenden Wörter:

e: einfache Struktur

H: Verständliches Handling

E: Effiziente Suche

A: Optimale Abbildung der eigenen Prozesse

L: Modernes Look and Feel

T: Teamübergreifende Zusammenarbeit

H: Hervorheben von persönlichen Informationen

Die Realität sieht vielleicht noch eher so aus, dass bisher keine oder nur minimale digitale Transformation stattgefunden hat. Informationen werden sehr schwer gefunden oder gehen teilweise sogar verloren. Solche Plattformen sind meist eher veraltet und historisch gewachsen. Funktionen werden nicht den heutigen technischen Gegebenheiten angepasst. Noch häufiger aber sind die Daten noch nicht digitalisiert. Informationen werden über veraltete Medien wie Fax oder Briefpost ausgetauscht.

Mit dem Schlagwort eHealth soll damit aber Abhilfe geschaffen werden. Unter dem Begriff eHealth werden alle elektronischen Gesundheitsdienste zusammengefasst. Abläufe werden verbessert und die Beteiligten werden vernetzt (Quelle: https://www.e-health-suisse.ch). eHealth wird zunehmend gar gesetzlich gefordert: Bis Mitte April 2020 müssen alle Spitäler, Psychiatrie- und Reha-Kliniken in der Schweiz der digitalen Vernetzung angeschlossen sein. Dabei sind beispielsweise auch die elektronischen Patientendossiers (EPD) von grosser technischer Bedeutung (Quelle: Magazin Heime & Spitäler, Ausgabe August 2018). Solche Projekte bergen aber nicht nur technische Herausforderungen. Auch organisatorisch ändert sich einiges. Wenn bis anhin Daten auf Papier vorhanden waren, werden diese neu in SharePoint eingepflegt. Dies fordert ein Umdenken bei allen Beteiligten. Schulungen und Begleitung nach Abschluss der Projekte sind dabei unabdingbar.

Die folgenden Abschnitte zeigen die Vorteile und die technische Umsetzung anhand der beiden Referenzprojekten. Dieser Blogbeitrag soll aufzeigen, welchen Mehrwert eHealth innerhalb der Kollaborationslösungen bringt. Das Wort eHealth steht dabei immer im Fokus.

Einfache Struktur

Die Struktur eines Portals bietet dem Benutzer die Basis um gewünschte Informationen schnell und effizient zu finden. Ist die Struktur zu kompliziert, so wird viel Zeit mit der Suche verloren. Häufig verliert der Benutzer so schnell die Motivation das Portal weiter zu verwenden.

Eine einfache Top Navigation mit sieben Hauptnavigationspunkten, untergeordnetem Mega Menu oder einer «Schnellnavigation» zum Wechseln des Gruppengesellschaftsportals helfen, die Struktur durch technische Möglichkeiten zu unterstützen.

MegamenuSPZ

Abbildung 1: Mega Menu

MetanavigationSPZ

Abbildung 2: Metanavigation «Gruppengesellschaft»

Verständliches Handling

In den beiden Referenzprojekten wurde stark nach dem Paradigma: «SharePoint Funktionen weitgehend nutzen, aber je nach Anwendungszweck auf eigene Bedürfnisse individual anpassen» gearbeitet. Die Individualität verleiht dem Portal den Wiedererkennungswert.

Beide Projektreferenzen bieten den Benutzern die Möglichkeit Kollaborationsräume über den Self-Service-Ansatz zu erzeugen. Eine Übersicht bereits bestehender Kollaborationsräumen kann sich je nach Anforderungen demnach stark unterscheiden.

OverviewCollaborationSPZ

Abbildung 3: Übersicht Kollaborationen (inkl. Favorisierung, Suche und Filterung)

OverviewCollaborationsoH

Abbildung 4: Übersicht Kollaborationen (inkl. Farbtrennung der einzelnen Kollaborationstypen)

Effiziente Suche

Eine funktionierende Suche schafft Vertrauen und Akzeptanz zum Portal. Häufig ist die Platzierung einer zentralen Suchbox auf der Startseite gewünscht. Dies soll dazu anregen, die Suche vermehrt zu verwenden. Häufig wird die Suche auch als Quelle von Informationen verwendet. Dies beispielsweise für die Darstellung aller News aus einem Bereich oder die nächsten anstehenden Aufgaben eines Benutzers. Durch die Verwendung von sogenannten Display Templates können solche Suchresultate den individuellen Anforderungen angepasst werden. Solche individuellen Anpassungen steigern die Akzeptanz und erhöhen den Wiedererkennungswert.

DisplayTemplateSPZ

Abbildung 5: Darstellung von Suchresultaten «Mein Newsfeed» mittels Display Template

DisplayTemplatesoH

Abbildung 6: Darstellung von Suchresultaten «Zuletzt geändert» mittels Display Template

Optimale Abbildung der eigenen Prozesse

Die eigenen Prozesse bilden das Kernstück eine Firma. SharePoint bietet verschiedene Hilfestellungen, solche Prozesse perfekt auf die Kundenbedürfnisse abzustimmen:

  • Aufgabenorientierte Arbeitsplanung
  • Dokumentvorlagen (beispielswiese Generierung von Traktanden zu Sitzungen)
  • Workflows
  • Erleichterung abteilungs- oder teamübergreifender Zusammenarbeit
  • Entsprechende Berechtigungsvergabe
  • Offline Funktionalität
  • Genehmigungsworkflows

Die Einführung einer neuen SharePoint-Plattform birgt auch Schulungsaufwand mit sich. Beide Portale wurden unabhängig voneinander soweit angepasst, dass die SharePoint Hilfe, durch eine eigene Hilfeseite ersetzt wurde. So können eigene Prozesse oder SharePoint Standardfunktionen noch besser und vor allem zentraler erläutert werden. Diese Anpassung der Hilfe-URL verringert letztendlich auch den Support- oder Schulungsaufwand.

HilfeUrl

Abbildung 7: Hilfe von SharePoint

Modernes Look and Feel

Ein modernes Portal macht Freude. Durch die Einsetzung von heutigen technischen Möglichkeiten, wird das Portal modernisiert und kann sich besser innerhalb eines Arbeitsumfeldes einfügen.

DragDrop.png

Abbildung 8: Drag / Drop Funktionalität zur Personalisierung von News

Je nach Interesse können die Mitarbeitenden unterschiedliche News und Veranstaltungen abonnieren oder aus ihrem News-Kanal entfernen. Dazu wird die Drag / Drop Funktionalität eingesetzt.

Teamübergreifende Zusammenarbeit

Mithilfe von Kollaborationsarbeitsräumen werden teamübergreifende Arbeiten vereinfacht. Seien dies die Tätigkeiten innerhalb eines Gremiums, eines Projekts oder unterstützende Hilfefunktionen für Service oder Benefits. Solche Kollaborationsarbeitsräume können durch die Benutzer selbstständig angelegt und weiter gepflegt werden. Sie bilden das Grundgefäss für die Zusammenarbeit.

ProjektraumSPZ

Abbildung 9: Projektarbeitsraum innerhalb Schweizer Paraplegiker-Zentrum

ProjektraumsoH

Abbildung 10: Projektarbeitsraum innerhalb Spital Solothurn

Hervorheben von persönlichen Informationen

Ein Portal bringt dann einen Mehrwert, wenn auch persönlich einen Nutzen daraus gezogen werden kann. Durch die Möglichkeit die News und Events zu abonnieren, werden den Benutzern beispielsweise auf der Startseite nur solche Informationen angezeigt, die für ihn auch von Interesse sind. So werden Benutzer nicht mit einer Vielzahl von Informationen überflutet. Trotzdem bietet diese Lösung die Möglichkeit, News allen Benutzern anzuzeigen. Dies, da der Unternehmens-Newskanal bei allen Benutzern standardmässig abonniert ist.

NewsBanner.png

Abbildung 11: Anzeige von abonnierten News

Durch das automatische Speichern eines entsprechenden Attributs innerhalb des eigenen User Profils, wird ein Benutzer direkt automatisch auf die Gruppengesellschaft weitergeleitet.

Abonnierte Apps helfen dem Benutzer schnell auf Umsysteme zuzugreifen.

AppLauncher

Abbildung 12: Anzeige von personalisierten Apps

Bei Interesse an Kollaborationslösungen im Gesundheitswesen beraten wir sie gerne. Unter www.advis.ch/gesundheit finden Sie zusätzliche Informationen.

Corinne Burkhalter
Software Engineer, Solutions


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s