Business Model Canvas

Das Business Model Canvas ist ein bekanntes Instrument im Bereich des strategischen Managements – vor allem in Bezug auf die Entwicklung neuer und Dokumentation bestehender Geschäftsmodelle. Weitere Informationen finden sich auf Wikipedia oder www.businessmodelgeneration.com.

Dieses Modell kann aber auch bei der Konzeption von Softwarelösungen verwendet werden, im Besonderen bei Lösungen im Bereich Intranet und Kollaboration. Das Modell stellt sicher, dass die Gesamtlösung ganzheitlich betrachtet wird, statt dass der Fokus teilweise sehr schnell auf das visuelle Design und technische Funktionen abschweift. Bei Intranets und Kollaborationsplattformen überwiegt im Allgemeinen das Organisatorische den technischen Funktionen – umso wichtiger ist es, diese Themen umfänglich zu adressieren.

In Bezug auf die Realisierung von Softwarelösungen interpretiere ich die Bereiche des Business Model Canvas wie folgt:

  • Schlüsselpartner: Wer muss ins Boot geholt werden? Wer ist direkt oder indirekt betroffen oder könnte sich betroffen fühlen?
    ( ->
    Management, Fachspezialisten, Techniker, Gremien, Institutionen, Endanwender, Betrieb)
  • Schlüsselaktivitäten: Welche funktionalen und nicht funktionalen Anforderungen sind entscheidend für Erfolg und Misserfolg der Lösung?
  • Schlüsselressourcen: Welche Schlüsselpersonen, Bereiche oder Dienstleistungspartner können dem Vorhaben entscheidend zum Durchbruch verhelfen? Welche materiellen Ressourcen sind entscheidend?
  • Wertangebote: Welchen Mehrwert bietet die neue Lösung im Vergleich zur bestehenden Situation?
  • Kundensegmente: Welche Zielgruppen nutzen die Lösung und was sind ihre Bedürfnisse?
  • Kundenbeziehungen: In welcher Beziehung stehen das Management, die Anwender und der Betreiber zur Lösung? Wie und wann müssen diese Kunden involviert werden? Welche Beziehungen sind für den Erfolg entscheidend? Wie müssen die unterschiedlichen Kundenbeziehungen gepflegt werden? Wie werden Involvierte informiert?
  • Kanäle: Auf welchen Kanälen erreichen die Anwender die neue Lösung? Gibt es Bedürfnisse, zielgruppenorientierte Kanäle zu schaffen?
    ( -> Endgeräte, Funktionen, Inhalte, visuelles Design)
  • Kostenstruktur: Welche Kosten sind mit der Realisierung verbunden (einmalig, wiederkehrend)? Wie können die Kosten gestaffelt werden? Welche Funktionen sind mit welchen Kosten verbunden? Wie können die Inhalte priorisiert werden um die Kosten zu optimieren? Gibt es Möglichkeiten fixe Kostenstrukturen zu brechen? Welches sind die low hanging fruits, welche schnell und kostengünstig umgesetzt werden können?
  • Einnahmequellen: Wie wird die Lösung finanziert? Wie wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis gemessen? Welches sind die Ziele der Investition?

Hier ist die Vorlage (Quelle: http://www.businessmodelgeneration.com / http://fa.ltings.de) – viel Spass beim Ausprobieren und Erfahrung sammeln.

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