Das ist neu in Windows Server 2012

Am 4. September 2012 ist der Windows Server 2012 der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Schnell wird klar, dass Microsoft den Fokus vorallem auf die Bereiche Storage und Virtualisierung gelegt hat. Daneben gibt es aber auch viele andere, nicht weniger Interessante Neuerungen.

Windows PowerShell 3.0
Microsoft baut auch im Windows Server 2012 die PowerShell Funktionalitäten aus. Neu lassen sich alle Funktionen des Betriebsystems via PowerShell steuern, sei dies lokal oder remote. Mit der neuen Version kommt auch Windows PowerShell ISE 3.0, in welcher vorallem die Intellisense Fuktion hervorsticht. Diese zeigt dem Benutzer direkt bei der Eingabe Vorschläge, bietet die Autovervollsändigung an und zeigt Informationen zum Syntax des entsprechenden Cmdlets.

Server Manager
Mit dem neuen Server Manager können Rollen und Features remote von einem Server oder Client konfiguriert und einem Server oder einer Servergruppe zugewiesen werden. Der Server Manager bietet zudem ein Dashboard, das alle relevanten Informationen zu den verwalteten Server anzeigt.
http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh831456.aspx

Mit den Remote Server Administration Tools for Windows 8 können die Server Rollen und Features auch bequem von einem Windows 8 Client aus verwaltet werden.
http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh831501.aspx

Virtualisierung mit Hyper-V
Hyper-V macht mit Windows Server 2012 nochmals einen riesigen Schritt vorwärts und ist nun endlich auf Augenhöhe mit VMware. So werden neu bis zu 320 logische Prozessoren, 2048 virtuelle Prozessoren und 4 TB RAM pro Host, 64 virtuelle Prozessoren und 1 TB RAM pro virtuelle Maschine, 64 Cluster-Nodes mit 3000 virtuellen Maschinen unterstützt. Weiter wurde die Virtual Hard Disk (VHD) überarbeitet, welches neu im Format VHDX daherkommt. VHDX kann bis zu 64 TB gross werden, bietet Schutz vor korrupten Daten und ist optimiert für Large Sector Disks (4 KB disk sectors). Weitere wichtige Neuerungen sind die unterbruchslose Migration von Virtual Hard Disks, die Shared Nothing Live Migration, Quality of Service minimum Bandwidth, die dynamische RAM Zuteilung, das NIC Teaming, PowerShell Automation sowie der Non-Uniform Memory Access (NUMA) und Virtual Fibre Channel Support.
http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh831410

Storage
Mit Windows Server 2012 kommt das Resilient File System (ReFS), welches bessere Kompatibilität mit SATA Standards und Korruptionsschutz bei Stromausfällen bietet. Zur Freude aller Administratoren wurde CHKDSK massiv verbessert und benötigt neu statt Stunden nur noch einige Sekunden um korrupte Daten zu beheben. Windows Server 2012 hat gemäss Microsoft nun sogar mit Abstand die beste IO Performance und schafft bis zu 1’000’000 IOPs auf einer einzelnen virtuellen Maschine. Zum Vergleich: VMware vSphere 5 schaffte im Test von Microsoft 300’000 IOPs. Data Deduplication arbeitet blockorientiert, löscht mehrfach vorhandene Daten und referenziert diese zu einer einzelnen Dateneinheit.
http://www.microsoft.com/en-us/server-cloud/windows-server/storage.aspx

Remote Desktop Services / Virtual Desktop Infrastructure
Der Nachfolger von RDP heisst RemoteFX und besticht durch einen minimalen Verbrauch an Bandweite und ruckelfreier Grafikdarstellung, selbst bei HD Videos.
In Virtual Desktop Infrastructure Umgebungen stehen neu User Profile Disks zur Verfügung, welche alle Benutzereinstellungen und Daten speichert. Fair Share ist eine weitere Neuerung und verteilt dynamisch die Ressourcen (RAM, Disk I/O, Bandweite) zwischen den virtuellen Maschinen und RDS Sessions.
http://www.microsoft.com/en-us/server-cloud/windows-server/virtual-desktop-infrastructure-features.aspx



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