Bimodale IT

Viele Unternehmen sind heutzutage immer mehr im Spagat zwischen dem klassisch gehaltenen Kerngeschäft und der immer präsenter werdenden digitalen Welt. Auf der einen Seite klar definierte Prozesse und Governance mit einem trägen, schwerfällig gewordenem Vorgehen. Auf der anderen Seite die agilen Zukunftsideen, welche der aktuell herrschenden Schnelligkeit und Innovation gerecht werden und so die Zukunft des Unternehmens in der digitalisierten Welt sichern werden.

Die alte und die neue Welt. Unterschiedliche Prozesse. Unterschiedliche Technologien. Unterschiedliche Erfolgsfaktoren. Unterschiedliche Kulturen. Das bimodale Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, sich proaktiv mit diesen beiden Welten zu beschäftigen und diese gewinnbringend zusammen zu führen. In der IT, aber auch in den anderen Unternehmensbereichen.

Bimodale IT

An der letzten Upfront Thinking Night in Bern gewährten uns die Postfinance und die SBB einen eindrücklichen Einblick in ihren Alltag und wie sie das Thema aktiv im Alltag behandeln.

Ist Ihr Unternehmen bereits im Spagat und Sie suchen einen Partner der Sie dabei begleitet? Oder zögern Sie noch beim wichtigen Schritt in die digitale Zukunft? Lassen Sie sich von uns inspirieren!

Weiterführende Informationen zu Bimodaler IT und Bimodalen Unternehmen

Mit was wir im 2014 beschenkt wurden – und was uns 2015 erwartet

Schon wieder ist ein Jahr vorbei – ein guter Zeitpunkt um zurück und nach vorne zu blicken. Auch das 2014 war wieder ein spannendes und zumindest technisch gesehen ein turbulentes Jahr. Die Anzahl neuer Dienste, Technologien und Tools ist wieder bedeutend grösser geworden. Die Trends der letzten Jahre zu mehr Cloud, mehr client-side Web-Technologien, mehr Mobile, mehr Service-Orientierung und mehr User Centered Design haben sich fortgesetzt.

Folgend habe ich die Technologien, Dienste, Tools und Gadgets aufgeführt, die mir im 2014 besondere Freude bereiteten oder auf diese ich mich im 2015 freue.

Mit Office Delve hat uns Microsoft eine neue App zur Verfügung gestellt, welche die Power von such-basierten Lösungen im Zeitalter der Informationsflut richtig zur Geltung bringt. Delve bringt die richtigen Informationen im richtigen Format und zum richtigen Zeitpunkt zu uns – und dies natürlich unabhängig von Zeit, Ort und Gerät.

 delve
Quelle: office.com

Noch nie war es so einfach wie mit Siena, Apps für Tablets und andere Touch-Endgeräte zu realisieren. Beliebige Datenquellen aus dem Intra- und Internet sowie auch eigene Listen, zum Beispiel aus Excel, können innert wenigen Stunden in einer bemerkenswerten App aufbereitet und so in einer neuen, innovativen und benutzerfreundlichen Art genutzt werden. Beispiele dafür sind Unternehmens-Informations-Apps (für Mitarbeiter, Kunden oder Partner), Willkommens-Bildschirme (mit Informationen, Raumreservationen, etc.), Produkt-Informations-Apps als Einkaufunterstützung im Laden oder interaktive Gebäude-Informationspläne. Mehr dazu um Blog-Post vom September.

Bei den Smartphones ist das Nokia Lumia 925 noch immer mein treuer Begleiter. Es ist eine Freude eines der letzten Geräte mit dem Nokia Brand zu besitzen – das Ende des Nokia-Mobile-Business, ein sehr trauriges Ereignis im 2014. Im Bereich der Tablets oder auch Hybrid-Notebooks haben doch doch so einige Geräte ihre Macken – das musste ich selber miterleben. Aber mit dem Surface Pro 3 hat Microsoft endlich wieder selber das aktuell wohl beste Business Tablet auf den Markt gebracht.

Im Bereich der Microsoft Cloud-Dienste haben mich OneDrive for Business, der Azure Scheduler und Azure RemoteApp am meisten beeindruckt. Aber eigentlich möchte ich hier auch die Office Mobile Apps erwähnen, welche die Nutzung von Office Dokumenten endlich geräteunabhängig ermöglichen.

Im Internet der Dinge ist Flic mein klarer Gewinner. Der kleine Button schafft es, Geräte im Alltag mit der Power von Mobile Apps auf einfachste Art und Weise zu verbinden. Das Spannende Helferlein wird im März 2015 released. Im Bereich des 3D-Drucks ist einiges gegangen, aber vor allem in spezialisierten Bereichen. Der Durchbruch für den Massenmarkt steht noch an. Was mich beeindruckt hat ist, dass bossbern auch ganz in unserer Nähe mit persönlichen 3D-Figuren ein sehr lustiges, spannendes und innovatives Produkt anbietet.

 bossbern
Quelle: bossbern.ch

Bei den Entwicklungstools sind Visual Studio und Team Foundation Server weiterhin die Basis für eine effiziente Applikationsentwicklung. Neue Versionen und Extensions, vor allem auch mittels der NuGet Integration, bieten Tag für Tag neue Funktionen und Instrumente, um die Produktivität bei der Entwicklung laufend zu verbessern. Seit der integrierten Nutzung mit MSDN haben wir endlich die Möglichkeit, alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente, Produkte und Dienste uneingeschränkt einzusetzen. Und seit diesem Jahr haben wir aus meiner Sicht von Microsoft endlich eine durchgängige und einfach parametrierbare Application Lifecycle Plattform zur Verfügung, welche es erlaubt, mit einem sinnvollen Aufwand durchgängige Prozesse zu realisieren (Development -> Automated Build -> Continuous Integration -> Automated Testing -> Release Management). Im 2015 erwartet und mit Visual Studio 2015, dem .NET Framework 4.6 und im Bereich der Web-Applikationen mit ASP.NET MVC 6 wieder viel Spannendes.

Bei den Waerables ist nicht viel Nennenswertes geschehen – ausser dass die Anbieter noch keinen sinnvolleren Anwendungsbereich als Health und Fitness gefunden haben. Aber auch da erwartet uns aus dem Hause Microsoft mit dem Microsoft Band ein spannendes Produkt.

Zum Schluss meine Highlights – keine Neuigkeiten sondern mehr langjährige Begleiter, die Instrumente ohne die ich meinen Arbeitsalltag kaum mehr bewältigen könnte. Pluralsight und die Microsoft Virtual Academy sind die Plattformen, die es mir erlauben, technologisch immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Ohne OneNote hätte ich mein bereits 2010 gestecktes Ziel des papierlosen Büros längst aufgeben müssen – und bis auf die PostIt’s bin ich seither zu 99% papierlos unterwegs. Die Co-Authoring Funktion von Word lässt uns seit 2010 gemeinsam an Dokumenten arbeiten und vermeidet das mühsame Zusammenfügen und redigieren in letzter Minute – DANKE! Microsoft Excel ist das stille Helferlein wenn es um Auswertungen, Daten-Generierungen oder Automatisierungen geht – kein anderes Tool ist so einfach, schnell und flexibel dafür einsetzbar. Manchmal braucht es ein bisschen Kreativität, aber Excel überrascht mich immer wieder von Neuem. Zusammen mit SharePoint und ExcelServices wird Excel zudem zum mächtigsten self-service BI Tool überhaupt. Und last but not least – was würde ich in Arbeitsalltag als Remote Worker nur ohne Microsoft Lync tun – Chat, Audio, Video und Screen Sharing at my fingertips.

Auf ein Spannendes 2015!

Michael Vonlanthen
Chief Solutions Architect

Visuelles Design mit SharePoint

Anpassungen an das Corporate Design und damit verbunden die visuelle und emotionale Verbindung einer  Softwarelösung zu den Mitarbeitern des Unternehmens sind vor allem bei Intranets ein bedeutender, aber teilweise auch kostspieliger Faktor. Wie visuelle Designanpassungen in SharePoint Lösungen auch langfristig zum Erfolg werden, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Das folgende Beispiel eines SharePoint Intranets zeigt 3 mögliche Anpassungsstufen an das Corporate Design.

Custom Design des Intranet-Portals
Der Einstieg in das Intranet ist der prägende erste Eindruck und gleichzeitig die Stelle, an welcher der Nutzen für die Mitarbeitenden sofort sichtbar sein muss. Das Corporate Design und die wichtigsten Anwendungsfälle sollen daher sehr sorgfältig ausgewählt und umgesetzt werden. Bei diesen Anwendungsfällen handelt vorwiegend um die Konsumation und nicht um die Bearbeitung von Informationen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt – mittels modernen Webtechnologien sind Designs und Funktionen einfach und rasch realisierbar.

Blog_Intranet_Einstieg

Dieses Beispiel zeigt eine mögliche Einstiegsseite mit einer dezenten, aber über das gesamte Intranet gleich bleibenden Kopfzeile (1). Die zentrale Funktion bildet die Suche (2) wobei die traditionelle strukturierte Navigation (3) noch vorhanden ist, aber sehr in den Hintergrund rückt. Nebst der Suche ist der Newsfeed als zentrales Informationsinstrument auf der Einstiegsseite enthalten.

Blog_Intranet_Suche

Auch die Such-Ergebnisseite ist stark an das Corporate Design und die konkreten Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst. So stehen häufig genutzte Kriterien (1) direkt zur Verfügung. Das Suchergebnis kann jederzeit mittels weiteren Selektionskriterien (2) wie Stichwörtern (3) oder anderen Metadaten (4) eingeschränkt werden, bis sich der Mitarbeitende an das gewünschte Ergebnis angenähert hat. Sind diese intern nicht verfügbar, kann der Mitarbeitende die gleichen Kriterien auch auf eine Internetsuche bei Bing, Google, MSDN oder anderen Suchanbietern direkt anwenden. Die Ergebnisse (6) enthalten alle Inhalte und Kontextinformationen, sodass der Mitarbeitende die Informationen einordnen, bewerten und nach seinem Bedarf nutzen kann.

Adopted Design für die Kollaboration
Sobald die Anwendungsfälle erweiterte Bearbeitungsfunktionen enthalten, wie das typischerweise in Arbeitsräumen für Gruppen und Projektteams der Fall ist, sollen die Produktfunktionen möglichst genutzt und das Design an die Vorgaben des eingesetzten Produktes angepasst werden. Dies ermöglicht eine effiziente Nutzung und Erweiterbarkeit der Produktfunktionen mit einem idealen Aufwand-Nutzen-Verhältnis. Hier umgesetzt mit der gleichbleibenden Kopfzeile und der Anpassung des Farbschemas an das Corporate Design.

Blog_Teamsite

Das Standard Produktdesign
Manche reagieren positiv erstaunt – andere grundlos abweisend auf das Standard-Design von SharePoint (hier Office 365 als Cloud-Version). Obwohl der visuelle Bezug nur noch mit dem Logo vorhanden ist hat das Standarddesign einen wesentlichen Vorteil: es ist allgemein bekannt und verständlich. Somit sind für neue Mitarbeiter und Partner keine Hürden vorhanden, die Produktivitätsplattform sofort und ohne explizite Einarbeitung zu nutzen.

Blog_Office365

Apps – eine Alternative für den effizienten Umgang mit spezialisierten Informationen
Eine Alternative, Applikationen und Intranets mit  speziellen Funktionen aufzuwerten, sind Apps. Sie sind kaum mehr aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Mit ihnen lassen sich Informationen effizient und zielgerichtet bearbeiten. Es macht oft keinen Sinn, das Intranet oder auch anderweitige Softwarelösungen mit Spezialfunktionen zu überhäufen. Viel besser ist es, diese Anwendungsfälle als einfache App auf jenen Umgebungen und Endgeräten bereitzustellen, wo diese am effizientesten genutzt werden können. Seit SharePoint 2013 ermöglichen ausgereifte Schnittstellen umfängliche Interaktionen mit allen Inhalten.

Was hat dies mit Intranet-Design zu tun? Bei Apps ist in Bezug auf das visuelle Design der wichtigste Aspekt, dass diese nach den Vorgaben der Umgebung realisiert werden, in der sie laufen. Die Anwender erwarten von Apps nicht einen visuellen Bezug zum Unternehmen oder zu einem Produkt, sondern viel mehr die nahtlose Integration sowie übergreifend einheitliche Bedienelemente. Somit sind diese Anwendungsfälle nicht dem Lifecycle des Corporate Design unterworfen.

Blog_OfficeApp

Eine Möglichkeit sind Office Apps, mit denen übergreifende Funktionen und Inhalte direkt in die Microsoft Office Palette (Word, Excel, Outlook, PowerPoint, Project) integriert werden können. So können sie genau da genutzt werden, wo sie gebraucht werden. Sie dies eine Übersetzungs-App, eine Nachschlage-App für Begriffe oder Paragraphe oder die Suche und das Einfügen von Textbausteinen. Die direkte Interaktion zwischen App und Inhalt ermöglicht eine bestmögliche Produktivität.

Alternativen sind mobile Applikationen für das Windows Tablet, zum Beispiel mittels der Siena App, oder eine App für das Smartphone.

Fazit
Der visuelle Aspekt einer Lösung kann über deren Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Der richtige Mix ist der Weg zum Erfolg. Um ein sinnvolles Aufwand-Nutzen-Verhältnis zu erreichen und die Sicherheit, Stabilität und Wartbarkeit nicht zu gefährden, können folgende Grundregeln angewendet werden:

  • Konzentration auf die Einstiegsseite und die Kernanwendungsfälle
  • Bearbeitungsfunktionen möglichst im Produktdesign umsetzen
  • Office und Mobile Apps für spezialisierte Anwendungsfälle einsetzen

Michael Vonlanthen
Chief Solutions Architect

Microsoft Siena

Es ist nicht nur eine Frage der Funktionalität, sondern auch des Spassfaktors, dass das App-Konzept so erfolgreich ist. Es ist der Spass neue Eingabemethoden, neue grafische Elemente und neue Endgeräte auszuprobieren. Auch ist es spannender in den Apps auf Erkundungstour zu gehen als sich in guten alten ERP-Systemen oder Dateiablagen zu tummeln.

Microsoft bietet unterschiedliche Möglichkeiten Apps für Windows 8 bereitzustellen. Nebst der Entwicklung von Apps mit Visual Studio – der Variante für IT Technologieexperten – bietet Microsoft die Siena App an. Eine App, mit der sehr einfach und mit bescheidenen IT Kenntnissen neue Windows 8 Apps erstellt und publiziert werden können.

siena

Ohne Zweifel – so zeigen es auch die Beispiele von Microsoft – ist die Siena App eine Möglichkeit, sehr einfach und schnell neue Windows 8 Apps bereitzustellen. Nachdem ich aber einige spannende Szenarien umsetzen und die Funktionen ein bisschen ausreizen wollte, zeigten sich schnell die Grenzen der aktuellen Beta-Version. Nachfolgend meine Erkenntnisse.

Das ist Siena:

  • Eine App für Berater, Analysten und Super User.
  • Eine App, um bestehende Daten auf innovative Art und Weise zu visualisieren.
  • Eine App, die eine noch nie dagewesene ‚time to market‘ ermöglicht.
  • Eine App, mit der Informationen mit Spass statt mit Frust konsumiert werden.

Das ist Siena nicht:

  • Ein Ersatz für eine vollwertige IT Lösung.
  • Ein Ersatz einer „echten“ Windows 8 App.

Dies sind ideale Einsatzzwecke einer Siena App:

  • Produkte präsentieren, auf für grossflächige Kunden-Touchscreens.
  • Produkte konfigurieren und berechnen (z.B. Versicherungspolice).
  • Informations-Bildschirme, wie zum Beispiel Lage- oder Stockwerkpläne mit Detailinformationen.
  • Intuitive Dashboards mit Berichten, Grafiken und Kennzahlen.
  • Innovative Präsentation beliebiger Daten aus Internet-Quellen, wie Yammer, Facebook, Twitter, YouTube, etc.
  • Einfache Prozesse wie Aufgaben genehmigen oder delegieren, Tätigkeiten bestätigen (bei Kontrollen).
  • Reale Prototypen oder sogar eine Version 1 neuer innovativer Applikationen erstellen.

Über diese Fallen könnte man stolpern:

  • In Deutsch (Windows Sprache) gibt es etliche Bugs. Es empfiehlt sich die Apps in Englisch zu erstellen. Die deutsche Übersetzung der Funktionen zu verstehen ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit.
  • REST Definitionen müssen manuell erstellt werden. Der WADL Genetator (Alpha) unterstützt nur sehr eingeschränkte Funktionen, vor allem nur GET-Abfragen.
  • Nicht verzweifeln, wenn erwartete Funktionen nicht bereitstehen – das ist by design😉 So ist es in Auswahlfeldern nicht möglich, Wert und Anzeige (Value und Display) zu unterscheiden.
  • Die App läuft in einer Sandbox und Ressourcen können nur sehr eingeschränkt zugegriffen werden. Werden Inhalte (z.B. Bilder) nicht mit der App zusammen verteilt oder per Service geladen, dann sind diese nur im Öffentlichen Profil-Ordner zugreifbar.

Das ist gut zu wissen:

  • Siena Apps können im Store publiziert, oder intern verteilt werden (side load). Bei der internen Verteilung brauchen die Anwender entweder eine Entwicklerlizenz oder eine side load Lizenz.
  • Siena Apps können in eine Visual Studio Windows Store App überführt und weiterentwickelt werden (leider nur ein-Weg und nicht zurück).


Fazit

Wer als innovativer Power User seine Kollegen beeindrucken möchte und bestehende Daten im Unternehmen neu interpretieren und mit modernsten Technologen und Geräten präsentieren möchte, der hat mit Siena ein tolles Instrument zur Hand. Siena Apps können – eben halt mit einigen funktionalen Einschränkungen – innert Stunden realisiert, publiziert und genutzt werden. Dies ermöglicht noch nie dagewesene Szenarien. Und nicht zu vergessen: der Spass beginnt schon während der Realisierung, nicht erst bei der Nutzung der App. Und wenn gewisse Anforderungen schlussendlich doch nicht umgesetzt werden können, kann die App nahtlos als Windows Store App durch die IT Professionals weiterentwickelt werden.

Business Model Canvas

Das Business Model Canvas ist ein bekanntes Instrument im Bereich des strategischen Managements – vor allem in Bezug auf die Entwicklung neuer und Dokumentation bestehender Geschäftsmodelle. Weitere Informationen finden sich auf Wikipedia oder www.businessmodelgeneration.com.

Dieses Modell kann aber auch bei der Konzeption von Softwarelösungen verwendet werden, im Besonderen bei Lösungen im Bereich Intranet und Kollaboration. Das Modell stellt sicher, dass die Gesamtlösung ganzheitlich betrachtet wird, statt dass der Fokus teilweise sehr schnell auf das visuelle Design und technische Funktionen abschweift. Bei Intranets und Kollaborationsplattformen überwiegt im Allgemeinen das Organisatorische den technischen Funktionen – umso wichtiger ist es, diese Themen umfänglich zu adressieren.

In Bezug auf die Realisierung von Softwarelösungen interpretiere ich die Bereiche des Business Model Canvas wie folgt:

  • Schlüsselpartner: Wer muss ins Boot geholt werden? Wer ist direkt oder indirekt betroffen oder könnte sich betroffen fühlen?
    ( ->
    Management, Fachspezialisten, Techniker, Gremien, Institutionen, Endanwender, Betrieb)
  • Schlüsselaktivitäten: Welche funktionalen und nicht funktionalen Anforderungen sind entscheidend für Erfolg und Misserfolg der Lösung?
  • Schlüsselressourcen: Welche Schlüsselpersonen, Bereiche oder Dienstleistungspartner können dem Vorhaben entscheidend zum Durchbruch verhelfen? Welche materiellen Ressourcen sind entscheidend?
  • Wertangebote: Welchen Mehrwert bietet die neue Lösung im Vergleich zur bestehenden Situation?
  • Kundensegmente: Welche Zielgruppen nutzen die Lösung und was sind ihre Bedürfnisse?
  • Kundenbeziehungen: In welcher Beziehung stehen das Management, die Anwender und der Betreiber zur Lösung? Wie und wann müssen diese Kunden involviert werden? Welche Beziehungen sind für den Erfolg entscheidend? Wie müssen die unterschiedlichen Kundenbeziehungen gepflegt werden? Wie werden Involvierte informiert?
  • Kanäle: Auf welchen Kanälen erreichen die Anwender die neue Lösung? Gibt es Bedürfnisse, zielgruppenorientierte Kanäle zu schaffen?
    ( -> Endgeräte, Funktionen, Inhalte, visuelles Design)
  • Kostenstruktur: Welche Kosten sind mit der Realisierung verbunden (einmalig, wiederkehrend)? Wie können die Kosten gestaffelt werden? Welche Funktionen sind mit welchen Kosten verbunden? Wie können die Inhalte priorisiert werden um die Kosten zu optimieren? Gibt es Möglichkeiten fixe Kostenstrukturen zu brechen? Welches sind die low hanging fruits, welche schnell und kostengünstig umgesetzt werden können?
  • Einnahmequellen: Wie wird die Lösung finanziert? Wie wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis gemessen? Welches sind die Ziele der Investition?

Hier ist die Vorlage (Quelle: http://www.businessmodelgeneration.com / http://fa.ltings.de) – viel Spass beim Ausprobieren und Erfahrung sammeln.

Gewinn beim ADVIS WM Tippspiel Dank big data und BI

Als Fussballbanause musste ich mir für das ADVIS WM- Tippspiel eine neue Strategie ausdenken. Mit ‚auf gut Glück‘ war ich ehemals gnadenlos gescheitert. Schnell war für mich klar, dass nur ‚big data‘ mich retten kann. Vom ersten bis zum letzten Spiel vertraute ich gnadenlos bisherigen Ergebnissen, Ranglisten und Statistiken – Glück, Emotionen und Wünsche fanden bei der Bewertung keinen Platz. Das Ergebnis lässt sich sehen – der Entscheid fiel zwar erst im Finalspiel, aber dennoch reichte es um genau einen Punkt um den fussballbegeisterten Kollegen auf den 2. Rang zu verdrängen und damit die Xbox One zu sichern😉 Dennoch – herzliche Gratulation an Philippe zum 2. Platz! Ich selber hatte noch nie so viel Spass und so viele Emotionen an einer Fussball WM und war selbst über mich erstaunt, wie spannende Tools mich für ein Thema motiviert haben, das ich noch nie aktiv verfolgt hatte…

Die Konzepte und Technologien im Alltag als Chief Solutions Architect haben mich also auch bei dieser Herausforderung nicht im Stich gelassen. Die Zeiten, in denen Business Intelligence (BI) verwendet wurde nur um das Controlling sicher zu stellen, sind längst vorbei. Heute werden diese Instrumente vorwiegend eingesetzt um zukünftige strategische und operative Entscheide genauer und zuverlässiger treffen zu können.

In diesem Zusammenhang werden oft komplexe Produkte angepriesen, welche selbst einfachste Trendanalysen und deren grafische Auswertung zu einem und vor allem kostspieligen BI-Projekt ausarten lassen.

Ich möchte die Situation nutzen und habe einige Instrumente zusammengestellt, welche es erlauben, mit aktuellen Produkten aus der Microsoft Palette und Cloud-Diensten einfache BI-Lösungen zu erstellen, welche den wichtigen Anforderungen gerecht werden und dennoch preiswert, agil und sehr flexibel erstellt werden können. Ich fokussiere mich dabei vor allem auf die Visualisierung-Ebene.

Microsoft Excel 
Seit vielen Jahren nutzen und schätzen wir Excel für alle Arbeiten rund um Tabellen und Grafiken. Seit einigen Jahren ist Excel aber weit mehr als eine Desktop-Tabellenkalkulation. Excel ist zum mächtigen Endanwendertool geworden um Daten aus unterschiedlichsten Quellen und Diensten miteinander zu verbinden, zu aggregieren und zu visualisieren – auf dem Desktop, auf Tablets und Smartphones. Im Vordergrund steht dabei die Einfachheit der Bearbeitung – selbst Endanwender können Auswertungen und Berichte direkt modifizieren und erweitern. Dies erlaubt höchste Flexibilität im Arbeitsalltag. Excel ist in den letzten Jahren zum Hauptinstrument im dynamischen Reporting geworden – die Einfachheit und Macht dieses Instrumentes wird jedoch oft nicht erkannt und genutzt.

Microsoft SharePoint 
Microsoft SharePoint bietet zahlreiche Hilfsmittel, um Daten aus unterschiedlichen Quellen und Diensten im Web zu visualisieren. Die Daten stehen in diversen interaktiven Instrumenten zur Verfügung, können gefiltert, sortiert und nach Bedarf angeordnet werden – tabellarisch sowie auch grafisch. – Listen und Ansichten: Mittels Listen und Ansichten werden Daten einheitlich und nach Bedarf zusammengestellt, gefiltert, sortiert und publiziert. – Business Connectivity Services: Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen wie Datenbanken, Web Services oder Dateien werden in einem einheitlichen Modell und mit einer übergreifenden Schnittstelle zusammengefasst. – Excel Services: Mit Excel erstellte Auswertungen werden als interaktive Webseiten publiziert. – Power View: Erstellen erweiterter Berichte und Auswertungen mit Fokus Druck und Integration. So können Power View Berichte mit den aktuellsten Kennzahlen zum Beispiel direkt als PowerPoint Folien gespeichert und in eine Präsentation integriert werden.

Power BI für Office365 
Power BI für Office365 ist eine vollständig Cloud basierte BI Lösung um Daten zu aggregieren, auszuwerten und zu visualisieren. Power BI für Office365 ist nicht nur der einfachste und schnellste Zugang zu einer mächtigen BI Plattform, sondern sichert zugleich auch den orts-, zeit- und geräteunabhängigen Zugang. Für den bestmöglichen Bedienkomfort stellt Microsoft zudem eine Windows 8 App zur Verfügung.

Microsoft SQL Reporting Services 
Die Microsoft SQL Reporting Services ist eine umfangreiche Palette an Instrumenten um Unternehmensberichte zu erstellen und zu veröffentlichen. Dabei werden die Berichte mittels einem Berichtdesigner erstellt und die gewünschten Datenquellen werden zugeordnet. Zudem bieten die Reporting Services eine umfangreiche API, um Berichte dynamisch aus Applikationen zu erstellen oder diese in eigene Applikationen zu integrieren.

Project Siena 
Project Siena (beta) ist eine Windows App, um sehr einfach und ohne Entwicklung eindrucksvolle Business Apps zu erstellen. Im Zusammenhang mit BI geht es hier nicht um Grundlagefunktionen, sondern um das letzte Pünktchen auf dem i. Nutzen Sie Siena um im letzten Schritt den eindrucksvollen Erkenntnissen auch einen gebührenden Rahmen zu verpassen und diese für Ihre Kollegen als App auf dem Tablet bereitzustellen. Nicht zuletzt ist es der Spass bei der täglichen Anwendung, welcher den langfristigen Erfolg eines neuen Instruments sicherstellt.

Dass big data viel mehr als nur ein neuer Hype oder ein neues Produkt ist, hat Microsoft auf MSDN im Artikel ‚Understandig big data solutions‘ (engl.) optimal beschrieben: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/dn749804.aspx.

Versuchen Sie es, lassen Sie sich von den Funktionen dieser Produkte inspirieren und beeindrucken. Kleine BI-Lösungen lassen sich innert Stunden realisieren und in Betrieb nehmen. Bei Bedarf können diese agil und innert kürzester Zeit direkt von den Anwendern geändert oder ausgebaut werden. So werden diese Instrumente schnell vom Budgetposten des Controlling zum aktiven und nutzbringenden Hilfsmittel der strategischen und operativen Führung.

Wenn wir Sie auf dem Weg unterstützen können, melden Sie sich ungeniert und lassen Sie uns das Spiel gemeinsam gewinnen!

Michael Vonlanthen 
Chief Solutions Architect

Links (engl.): 
– Microsoft Excel: http://office.microsoft.com/en-us/excel/ 
– Microsoft SharePoint: http://office.microsoft.com/en-us/sharepoint/ 
– Power BI für Office365: http://www.microsoft.com/en-us/powerBI/default.aspx 
– Microsoft SQL Reporting Services: http://msdn.microsoft.com/de-ch/library/ms159106.aspx 
– Project Siena: http://www.microsoft.com/en-us/projectsiena/default.aspx

SharePoint Inhaltsdatenbank automatisiert aktualisieren

Auf Entwicklungs- oder Testumgebungen ist es häufig notwendig, Inhaltsdatenbanken auf einen gewissen Stand zu setzen, um Funktionen  zu verifizieren oder automatisierte Tests durchzuführen. Folgendes Script aktualisiert eine Inhaltsdatenbank.

Schritt 1: Dismount der Inhaltsdatenbank in SharePoint
Schritt 2: Detach der Datenbank auf dem SQL Server 
Schritt 3: Kopieren (aktualisieren) der Datenbank-Dateien ab einem Share
Schritt 4: Attach der Datenbank auf dem SQL Server
Schritt 5: Mount der Inhaltsdatenbank in SharePoint

PowerShell Script

Add-PSSnapIn „Microsoft.SharePoint.Powershell“ -ErrorAction SilentlyContinue
Add-PSSnapin SqlServerCmdletSnapin* -ErrorAction SilentlyContinue

# Parameters

# SPS web application
$webApp = „http://myWebApp
$rootSite = „http://myWebApp

# Database files
$sourcePath = „\Share01SampleData
$destinationPath = „F:“

$mdfFilename = „SPS_Content_MyWebApp.mdf“
$ldfFilename = „SPS_Content_MyWebApp_log.ldf“
$mdfPath = $destinationPath + $mdfFilename
$ldfPath = $destinationPath + $ldfFilename

# Database server and database
$sqlServerInstance = „SV-MYWEBAPP“
$dbName = „SPS_Content_MyWebApp“

#################################################

Write-Host „Updating content DB $dbName“

# dismounted content database
$contentDb = Get-SPContentDatabase -site $rootSite
Dismount-SPContentDatabase $contentDb -confirm:$false
Write-Host „Content DB $dbName dismounted“

# detach database
$singleModeSQLCMD = @“
 USE [master]
 GO
 
 ALTER DATABASE $DBName
 SET SINGLE_USER;
 GO
„@

Invoke-Sqlcmd $singleModeSQLCMD -QueryTimeout 3600 -ServerInstance $sqlServerInstance
Write-Host „Content DB $dbName set to single mode (ready to detach)“

$detachSQLCMD = @“
 USE [master]
 GO
 
 sp_detach_db $dbName
 GO
„@

Invoke-Sqlcmd $detachSQLCMD -QueryTimeout 3600 -ServerInstance $sqlServerInstance
Write-Host „Content DB $dbName detached“

Write-Host „Copying file $mdfFilename from $sourcePath to $destinationPath“
$src = $sourcePath + $mdfFilename
$dest = $destinationPath + $mdfFilename
copy-item  $src $dest -force

Write-Host „Copying file $ldfFilename from $sourcePath to $destinationPath“
$src = $sourcePath + $ldfFilename
$dest = $destinationPath + $ldfFilename
copy-item  $src $dest -force

# attach database
$attachSQLCMD = @“
  USE [master]
  GO
 
  CREATE DATABASE [$dbName] ON (FILENAME = ‚$mdfPath‘),(FILENAME = ‚$ldfPath‘) for ATTACH
  GO
„@

Invoke-Sqlcmd $attachSQLCMD -QueryTimeout 3600 -ServerInstance $sqlServerInstance
Write-Host „Content DB $dbName attached“

# mount database
Mount-SPContentDatabase $dbName -DatabaseServer $sqlServerInstance -WebApplication $webApp -confirm:$false
Write-Host „Content DB $dbName mounted“

Write-Host „Content DB updated – READY TO USE!“